Finnland

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Finnland, die Kühlbox Europas, bietet im Winter neben seinen zu Winterpalästen mutierten Mischwäldern ein einmaliges Naturschauspiel: die Aurora borealis. Während das Leben unter meterdickem Schnee zu erstarren scheint, herrscht eine für europäische Verhältnisse klirrende Kälte. Um dem wehenden Himmelskino bei klarer Sicht beizuwohnen, trotzt man Temperaturen von unter minus 20 Grad. Der Schnee ist trocken und das reflektierte Restlicht illuminiert die terrestrische Bühne, über dem sich gelblich-grünliche ( Sauerstoffatome ) und weißlich – violette ( Stickstoffatome ) Schleier ein Stelldichein geben. Entlang der magnetischen Feldlinien entwickelt sich das Lichtspektakel und scheint einer unsichtbaren Choreografie zu folgen – immer neue Figuren unterschiedlicher Farbintensität bauen sich auf und erlöschen ebenso wieder, der Beobachter ist gefordert. Am Polarkreis besteht die höchste Wahrscheinlichkeit, diesem Spektakel beizuwohnen, allerdings gibt es dafür keine Garantie. Bei klarem Himmel, bei Neumond und in den Wintermonaten stehen die Chancen gut, die Polarlichter zu erleben. Tagsüber bieten Rentierschlittenfahrten durch den Winterwald Gelegenheit, den Samen beim täglichen Überleben über die Schulter zu schauen und das Lasso werfen zu trainieren, um die semi-wilden Rentiere einzufangen.