Montenegro

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An den Ufern des Kotorfjordes sagt man, findet die schönste Begegnung zwischen Himmel und Erde statt. Und das ist beileibe nicht die einzige Überraschung, die dieser kleine Westbalkanstaat- kleiner als Schleswig-Holstein – zu bieten hat. Der Reisende aus Deutschland erreicht Montenegro in weniger als  zwei Stunden und teilt sich das Land lediglich mit 660 000 Einwohnern, deren Gastfreundschaft sprichwörtlich ist. Naturfreunde finden hier alles, was sie suchen.  Die vier großen Buchten des Kotorfjordes liegen eingebettet in einem Karstgebirge, jede von ihnen allein wäre bereits eine Reise wert. Abgetrennt vom adriatischen Meer durch eine Halbinsel – Lustica -, verbunden durch weniger als 1300 Meter schmale Durchbrüche, fahren Kreuzfahrer im langsamen Tempo in Richtung der Festungsstadt Kotor, vorbei an bizarr hingeworfenen Bergzügen. Das mediterrane Flair der kleinen, unmittelbar am seichten Ufer liegenden Dörfer, nimmt jeden Besucher sofort gefangen, und der Blick wird von kleinen, im Wasser liegenden Inselchen nebst Kloster gefesselt. Die durch die Wolken gebrochenen Sonnenstrahlen lassen die alten Seefahrerkirchen erstrahlen und bilden einen bizarren Kontrast zu den dunklen Bergen: “ monte negro“. Diese ertrecken sich weiter ins Hinterland und locken den Reisenden zu weiteren überraschenden Sehenswürdigkeiten. Auf dem fünfhundert Quadratkilometer großen Scutari See – Grenzsee zu Albanien – teilen sich Kajaks und wenige Fischerboote lediglich mit tausenden von Zugvögeln und Fischschwärmen das blaue Vergnügen. Wer sich aufmacht, die Küstenregion zu verlassen, stößt im Nordwesten des Landes auf die kleine Schwester des Colorado Rivers, die Tara, welche sich die größte Schlucht Europas gegraben hat und  damit die zweitgrößte der Welt nach dem Grand Canyon ist. Rafting über Stromschnellen und Schwimmen in smaragdgrünen Basins zwischen bis zu 1300 Meter steil abfallenden Felsabgründen bleiben ein unvergessliches Erlebnis. Bei Zabljak trifft der Besucher auf ein großes Wintersportgebiet, welches im Sommer zu spektakulären Wanderungen am Black Lake einlädt. Die fehlende Lichtverschmutzung sorgt nächtens bei wolkenlosem Himmel für einen ungehinderten Blick auf die zum Greifen nahe Milchstraße. Auf der fruchtbaren Hochebene erreicht man die ehemalige Hauptstadt Cetinje mit den Palastanlagen König Nikola,s sowie den schon lange nicht mehr glänzenden Botschaftsgebäuden europäischer Gesandtschaften. Der Ausblick auf die Flußschleife des Rijeka Crnojevica mit seinem träge dahinfließendem Strom verzaubert den Betrachter gänzlich.